Was die Zweigniederlassung ist — und wie sie eingetragen wird
Die selbständige Zweigniederlassung einer ausländischen Kapitalgesellschaft wird über den Notar ins Handelsregister eingetragen (§§ 13d ff. HGB). Sie ist keine eigene juristische Person — es handelt Ihre ausländische Gesellschaft, über eine feste Niederlassung mit eigener Leitung und Buchführung. Benötigt werden u. a. Gesellschaftsunterlagen mit Übersetzungen und die Daten des Niederlassungsleiters.
Vor- und Nachteile gegenüber der GmbH
- kein neues Stammkapital und eine schlankere Konzernstruktur,
- Historie und Referenzen des Stammhauses wirken in Deutschland mit,
- aber: Für Verbindlichkeiten haftet die gesamte ausländische Gesellschaft — keine Risikotrennung,
- manche deutsche Kunden und Banken bevorzugen die lokale GmbH,
- steuerlich entsteht regelmäßig eine Betriebsstätte — deutsche Besteuerung der Niederlassungsgewinne mit sauberer Ergebnisabgrenzung.
Wann die Niederlassung sinnvoll ist
Sie passt, wenn Aufträge in Deutschland mit den Kräften des Stammhauses abgewickelt werden (etwa im Bau), eine Bilanz gewünscht ist und der Start schnell gehen soll. Bei lokalem Personalaufbau, Lager und Vertrieb unter deutscher Marke gewinnt häufiger die GmbH. Wir vergleichen beide Wege mit Ihren Zahlen — gemeinsam mit dem Steuerberater.